Das Geschenk Laura

Das Geschenk Laura

( eine erotische Kurzgeschichte
mit teilauthentischem Hintergrund )

Es war der Ein schwülheißer Sommertag, so wie es jene sind wo man tagsüber gerne der Trägheit fröhnt, einen weiten Bogen versucht um jegliche Anstrengung zu machen und das Leben eher auf die Abendstunden verlagert. Es war ein Donnerstag der seinem Namen bislang keine Ehre machte, denn trotz der drückenden Schwüle waren keine Gewitter in der Nähe zu hören und die Menschenmassen zwängten sich auch an diesem Tag durch die engen Gassen der Altstadt, wie Mittwochs oder Samstags, wie im Mai oder im September.

Es waren noch drei Tage bis zu Olivers 50. Geburtstag, und er würde in diesem Jahr auf einen Sonntag fallen.

Laura war junge 22 Jahre, ein Landei vom Dorf, aus dem gleichen wo auch Oliver her stammte. Sie hatte gerade erst ihre Ausbildung zur Krankenschwester abgeschlossen und arbeitete seit etwa einem halben Jahr bei den richtig schweren Fällen in einer geschlossenen Abteilung in der Psychatrie. Vom Dorf hatte es sie allerdings in die nahegelegene Kleinstadt gezogen, sie fand es cooler in der Stadt Miete zu zahlen als auf dem Land vor Langeweile einzugehen. Oliver sah das allerdings gänzlich anders. Er mochte gerne das pulsierende Leben der Städte, aber diese waren für ihn wie eine Party, und wenn sie vorbei ist war er immer wieder heilfroh über die Ruhe und die Unhektik des Dorflebens.

Sie hatten sich heute in der Stadt wie verabredet getroffen, Laura hatte einige Tage Urlaub und Oliver konnte sich als freischaffender Fotograf, Künstler und Autor ohnehin seine Zeit fast gänzlich nach Belieben einteilen. Er hatte es zu was gebracht seit er vor wenigen Jahren seinen geregelten Beruf an den Nagel gehangen hatte und mit seinen wirklichen Leidenschaften sehr gutes Geld verdiente. Seine wenigen Erledigungen hatte er rasch getätigt und sie waren seit dem frühen Nachmittag gemeinsam unterwegs. Man hatte in einem Cafe in schattigen Altstadtgassen was getrunken und Oliver überlegte während sie vom letzten Urlaub erzählte, was wohl der Inhalt der drei Platiktaschen sein möge, die er ihr schon länger getragen hatte. Sicher, es mußten mal wieder Schuhe dabei sein, die andere Tasche war aufgrund des Aufdrucks leicht zu enträtseln, ….. es waren Bücher, sie war halt eine echte Leseratte, nur über den Einkauf in der kleineren, gänzlich schwarzen und undurchsichtigen Tüte, blieb er völlig im Unklaren.

Es war am frühen Abend als sie sich auf den Weg zurück ins Dorf machten, Laura wollte ihre Eltern besuchen und so gingen sie in Richtung Parkhaus wo sein Wagen stand. Selbst auf dem Weg dorthin als er ihr wieder die Taschen trug konnte er das Geheimnis der schwarzen Tüte nichtmal erahnen, nur das sie die leichteste von allen war offenbarte sich ihm, das war alles. Sie mußten weit hinunter im Parkhaus, und er liebte es, ihrem einsamen Gang in diesen hohen Stiefeln zuzuhören, während sie das Treppenhaus hinabgingen, Ecke um Ecke, Stufe um Stufe. Laura, wenn auch vielleicht etwas unpassend zu den doch spürbar hohen Temperaturen, trug wieder diese restlos scharfen Stiefel, kniehohe Overknees, die mit den vielen Schnallen dran, und das Echo ihrer Schritte in dem menschenleeren Gebäude war wie Musik in seinen Ohren. Oliver erinnerte sich wie er sie in ihnen zum ersten Mal gesehen hatte, sie waren damals zu dritt des Nachts in der Stadt unterwegs und dieses gnadenlose Hacken der hohen Absätze auf dem glänzenden Asphalt hatte er nie vergessen. Sie schien zu wissen das diese gewisse Art zu gehen Aufmerksamkeit erregte, damals bemerkte er eine Gruppe junger Männer auf der Straße an der sie zügig vorbeigingen, ….. sie sahen ihr alle hinterher und an ihren langen schlanken Beinen bis zu ihrem Arsch hinauf, und er konnte all ihre Gedanken lesen, die ganz sicher nicht der Wettervorhersage von morgen galten. Diese Stiefel waren wie für sie gemacht, aus dem Leder der Sünde, und ihre Opfer lagen links wie rechts ihres Weges. Sie wußte sie zu nutzen, und sie tat es mit einer Kühle ihren Beobachtern gegenüber die größer war als die abgekühlte Luft auf Parkebene 5, die sie letztlich erreichten. Hier hämmerten ihre Absätze nur für sein Gehör, und Laura wußte darum, wie hätte sie es auch nicht wissen können ?

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Sie kamen zu seinem Porsche, einer anderen Sünde, einer Sünde aus Metall, Geschwindigkeit, Motorgewalt und Ingenieurskunst in silberschwarzem Glanz. Er war noch fast nagelneu und ein Traum den er sich heute finanziell leisten konnte. Oliver öffnete das Geschwindigkeitsmonster aus Zuffenhausen und hielt Laura die Beifahrertür auf, nicht unbedingt aus Kavaliersgründen, sondern vielmehr wollte er sehen wie sie einstieg, ihre langen Beine in den Innenraum schwenkte und auf dem dunkelblauen Ledersitz platznehmend zuletzt ihre Absätze zum Schweigen verurteilte. Nun hallten nur noch kurz hintereinander zwei laut zuschlagene Porschetüren durch das Kunstlicht dieser fast autoleeren Etage.
Er wußte das sie Luxuswagen liebte !
Er wußte auch das ihr Freund Marco dicke Sportwagen liebte. Marco schwärmte im Internet davon und träumte öffentlich von PS-Boliden, die er sich allerdings wohl niemals würde leisten können, und mindestens das war der gravierende Unterschied zwischen ihm und Oliver. Und derer gab es sicherlich mehrere als sein Sportwagen Pferdestärken unter der Haube hatte, die er gleich aus dem Schlaf aufscheuchen würde. Marco war in seinen Augen ein Looser, ein kleiner Handwerker mit dem Geist eines Dorftrampels, mit wenig Stil und noch weniger Phantasie, aber mit einer hübschen Freundin, die allerdings mit dem leichten Gewicht ihres vollkommenen Arsches gerade den Sitz von Olivers Wagen verwöhnte und nicht den von irgendeinem breiten Mercedes in einem Fotoalbum bei Facebook.
Die Tüten verschwanden hinter den Sitzen und Oliver rüttelte mit drei Fingern seiner rechten Hand hunderte von PS-Stuten unter dem Blech hinter ihnen wach. Zu ihrem Aufwiehern klickten zwei Sicherheitsgurte in ihre Verriegelungen und er sah wie sie den Gurt eng um ihr Becken zog, er zwängte die wunderschöne Taille in ihren Jeans noch fester in den Sitz. Musik von Nightwish drang aus den Boxen, und der Wagen eilte in engen, engen Kurven nach oben dem späten Tageslicht entgegen. Noch die Schranke, ein paar Ampeln, und sie verließen die Stadt zu dem Sound des Sechszylinders.

Oliver hatte das schon recht alte Haus im Dorf vor einem Jahr gekauft und es mit viel Arbeit, Geld und Liebe zu einem wahren Schmuckstück aufleben lassen. Es bot viel Platz, es hatte Eleganz und war äußerst geschmackvoll eingerichtet und an dem angrenzenden Garten den er nicht bewirtschaftete liebte er natürlich den bestimmt tausend Jahre alten mächtigen Eichenbaum am allermeisten. Das Haus aus dem hatte das gewisse Etwas verliehen bekommen, wohin man Freunde besonders gerne einlädt, äußerst gerne Frauen. Frauen, die Ambiente zu schätzen wissen, …. Frauen, die Ansprüche haben und sie sich womöglich sogar auch leisten können, …. Frauen, die selbst im Sommer hohe Stiefel tragen.

Laura wollte ihre Eltern im selben Ort erst später besuchen und fragte ob er ihr denn noch mal das Haus zeigen würde, denn sie war noch nie bei ihm zu Gast gewesen. Er bejate die Frage und fuhr vielleicht etwas zu schnell in die geöffnete Einfahrt auf den Hof. Die Pferde schliefen ein und er stieg schnell aus, soviel Gentleman war er doch gerne, einer Frau die Wagentür aufzuhalten, allerdings auch nicht ganz ohne Eigennutz, denn er wollte sie auch wieder aussteigen sehen und kam ihrem Ausstieg somit zuvor. Laura hatte sich gerade erst losgeschnallt als er ihr die Türe schon aufhielt. Da kamen sie wieder, diese böse hohen Stiefel, diese langen schlanken Beine, und die hohen Absätze am unteren Ende dieses Anblickes kratzten zum ersten mal auf das Pflaster vor seinem Zuhause. Sie mußte tief aus dem Schalensitz aufstehen, und fast hätte Oliver einen tiefen Blick von oben in ihre nicht ganz bis oben geschlossene Bluse werfen können, doch ihr langes kastanienrotes Haar fiel ihr nach vorne und ermordete seine Absicht, nur für Sekundenbruchteile konnte er einen schwarzen BH in ihrem Ausschnitt erkennen.

„Ich werde Dich aber nicht fragen ob Du meine Schallplatten- oder Briefmarkensammlung sehen willst“, sagte er belustigt zu ihr. „Nein, …. bloß nicht die Briefmarken“, erwiederte sie umgehend und fügte ein rasches „Warte“ hinzu. „Ich brauche noch eine meiner Einkaufstaschen“, und schon machte sie bereits ausgestiegen eine ganz lange Figur und angelte die entsprechende Tüte hinter dem Sitz heraus, allerdings brauchte sie etwas unerklärlich lange dafür. Oliver liebte es sie so von hinten zu sehen, und ob sie absichtlich extra länger hinter dem Sitz rumfummelte als nötig wußte er nicht, er wußte nur, das sie noch gerne eine Stunde so aufgestellt hätte rumwühlen können. 30 Sekunden mußten ihm reichen.

Sie hielt die schwarze Plastiktüte in der Hand, die Öffnung fest zusammengerafft, so das auch nun ein Erraten des Inhalts unmöglich gewesen wäre. Die Beifahrertür klang nun deutlich leiser als im Parkhaus und sie gingen zur Haustür. Auf dem Weg dorthin fragte er nun doch was sie denn in der Tasche mitführen müßte, doch Laura meinte nur lächelnd das sein noch eine kleine Überraschung. „So, so, …. eine Überraschung“, dachte er und schloß auf.

Er hatte am Vormittag vergessen einige Fenster auf zu lassen, und so war das Gebäude merklich aufgeheitzt von der Sommerhitze, sie war wie eine zweite Tür durch die sie eintreten mußten, aber alleine schon der Schatten im Flur war ein äußerst willkommener Kontrast zu der Helle draußen und so nahm Laura die Sonnenbrille ab um sich an die dunklere Umgebung zu gewöhnen. Es roch irgendwie nach Blumen, nach frischen Blumen, Laura wußte zwar nicht welche in Betracht kämen, aber es war das ganze Haus von einem sehr angenehmen Duft durchtränkt. Er ging voran und führte sie geradewegs ins Wohnzimmer an welches ein sehr großer Wintergarten mit Blick auf den gigantischen Baum im Garten anschloß, im rechten Winkel leicht erhöht fügte sich eine Bibliothek mit Schreibtisch an und ihr gegenüber fand man an Unterhaltungselektronik so ziemlich alles was das Genießerherz nur begehren konnte. Der größzügige Raum war hell und dunkel zugleich, an den Wänden hingen viele Bilder, ….. Kopien der alten Meister, die besten seiner eigenen Fotografieen, zeitlose literarische Zitate großer Geister und die Bibliothek mit einem Meer aus Büchern die ordentlich in Regalen von Kolonialstilmöbeln ihres Lesers harrten umrahmten ihre eingetretene Gegenwart wie ständigt zu Gast seiende Freunde die darauf warten das Sprechen im Kopf eines Menschen neu zu erlernen.

„Wooow, …. was für eine Hütte“, nötigte echte Bewunderung sich als Kompliment von Lauras Lippen. „Das ist ja der Oberhammer“ hieß ein zweiter Anlauf ihrerseits in dieser Richtung, während Oliver mit einer Fernsteuerung Musik anmachte. Er hörte immer Musik wenn er zuhause war, Musik der unterschiedlichsten Richtungen, im Augenblick war es etwas sehr gediegenes rein instrumentales, jedenfalls ganz sicher nicht ihr Musikgeschmack. Aber das kümmerte oder hinterfragte Oliver nicht im Geringsten.
„Man darf auch ruhig nähertreten und Platz nehmen“, sagt er mit einer einladenden Geste in ihre Richtung, aber sie stand immer noch wie versteinert erst zwei oder drei Schritte aus dem Türrahmen hervorgetreten. Ihr Blick machte öfters die Runde durch den Raum und nur zögernd kam sie näher in dessen Mitte. Er stellte natürlich die obligatorische Frage was sie denn trinken möchte, Laura jedoch schien die Frage völlig überhört zu haben und so ging er ohne erneutes Nachhaken in den Nebenraum. Er brauchte ein wenig um zwei Cocktails zu mischen, aber er wollte sie auch gerne einen Moment unbeobachtet lassen, damit sie sich ein wenig umschauen könnte. Mit zwei sehr gelungenen, eiskalten Drinks in den Händen kehrte er nach einigen Minuten zu ihr ins Wohnzimmer zurück. Ihre Handtasche und die misteriöse schwarze Tüte standen auf der ausladenden Couch, die Sonnenbrille lag auf dem etwas überfüllt wirkenden Tisch, und sie stand weiter hinten im Halbdunkel vor einem der tonnenschweren Bücherregale. Sie strich zart mit dem Zeigefinger über die endlosen Buchrücken die wie brave Soldaten in Reih und Glied standen und Oliver überlegte ob in diesem ganzen Schatz aus Papier auch nur irgendwelche Literatur ausfindig zu machen sein könnte, die ihren literarischen Leidenschaften entspräche ? Er hatte da sein größten Zweifel. Zweifelsfrei war er aber in der Ansicht das die alkoholhaltigen Erfrischungen zwischen seinen Fingern sehr gut ankommen würden und so bat er sie nun doch sich zu ihm zu setzen. Laura kam in langsamen Schritten seiner Aufforderung nach und setzte sich in größerem Abstand ihm gegenüber auf den dunkelbraunen Stoff der Couch. „Bitteschön, …. ich hoffe deinen Geschmack getroffen zu haben“ !?! Sie nahm ihm mit ausgestrecktem Arm das eine Glas ab und setzte sich wieder hin. „Cheers“, war das erste was sie nun seit Minuten sagte, prostete ihm zu und nahm probierend die ersten kleinen Züge durch den Strohhalm. Er sah ihr zu und beobachtete wie sich ihre Wangen rythmisch zusammenzogen und dann wieder ihre normale Form annahmen, jedoch hätte gemessen an den Zügen das Glas schon längst halb leer sein müssen, was es aber längst nicht tat. Sie selbst hielt ihren Blick gesenkt und das Glas absetzend sah sie erst wieder zu ihm herüber als sie seine unausgesprochene Frage mit einem „Schmeckt hervorragend“ beantwortete. „Schön“, antwortete Oliver, „…. dann kann ich ja jetzt meine Briefmarkensammlung hervorholen“ sagte er selbstbelustigt und nahm selbst einen langen Zug von seinem Chocktail. „Bloß nicht“, sagte Laura leicht empört wirkend quer über den Tisch.
„Hast du dich etwas umgesehen“ fragte er sie ?
„Allerdings, ich bin hin und weg. Was für eine Einrichtung“, entgegnete sie ihm. Sie ließ wiederum den Blick durch das große Zimmer wandern in dessen hellerem Teil sie saßen, und mit reichlich verdrehtem Kopf zu einer der gerahmten Fotografieen hinter ihr an der Wand fragte sie: „Sind die alle von dir“? „Ja, sicher“, gab er ihr bewußt etwas kühl und mit Absicht leicht selbstgefällig zurück: „Was man halt so macht wenn einen die Muse entsprechend küsst“. Laura saß nun fast ganz mit dem Rücken zu ihm auf der Chouch und ihr Blick spazierte wieder über die kleine Galerie aus Schwarzweißfotografieen. „Sowas habe ich noch nie gesehen“, sagte sie fast etwas schüchtern wirkend, was sonst aber auch gar nicht ihre Art war. „Was meinst du, Laura“? „Nun, das jemand sowas so offen im Wohnzimmer hängen hat“. Ihr abgewandter Blick schien ganz besonders an einer doch schon sehr gewagten Aufnahme festzukleben, diese war halt der Kern der Ansammlung aus Fotografieen und es stimmte, dachte Oliver still in sich hinein, sowas hängt sich so rasch keiner so offen auf. Das Bild zeigte eine nackte Frau mit sehr weit gespreitzten Beinen auf einem Sessel sitzend, vor der Frau kniete ein recht muskulös gebauter Mann mit großzügig tätowiertem Rücken und die Frau hielt in fest an seinem Kahlkopf mit seinem Gesicht so nahe wie wohl nur möglich an dem Zentrum ihres Lustempfindens. Der Mann, den man nur von hinten sehen konnte hielt seine großen Hände beiderseits fest um die Fesseln der Dame geschlungen, und es sah nach nichts anderem aus als das er die Schöne lecken würde. Trotzdem war die Mimik auf dem Gesicht der Frau abweisend, gleichgültig, arrogant. Eine klare Bildaussage ohne jeden Schnick-Schnack, provokant und direkt, viel Nacktheit ohne jegliche Details, das männliche Model hatte ja auch seine Jeans anbehalten müssen.
„Martina“, …… sagte er, ….. „Martina aus dem Ruhrpott. Eines meiner Lieblingsmodelle“.
„Klasse“ sagte sie. „Trotzdem kenne ich niemanden der sich trauen würde sowas im Wohnzimmer aufzuhängen“. „Warum“? „Weil es pornografische Züge hat“, fragte Oliver. „Die Leute die ich zu Besuch habe können sehr gut damit zurecht kommen, und das ist ja noch wirklich eines der Harmloseren von ihr“.
„So, So“, sagte sie lachend, „Eines der Harmloseren“! „Dann würde ich gerne mal den Rest davon sehen“!
„Ich wollte dir meine Briefmarkensammlung zeigen und du hast abgelehnt“ sagte Oliver und merkte wie vergeblich es war ernsthaft wirken zu wollen.
Sie lachte und drehte sich wieder ganz zu ihm um. „Na ja, solche Briefmarken sind ja wohl was ganz anderes als was man sonst darunter versteht“, und ihr Lachen wurde aufgeregter. Sie war aber nicht im Geringsten rot geworden oder verstockt, im Gegenteil, sie wirkte glaubhaft interessiert und begeistert. „Ich gebe dir später mal eine CD mit der ganzen Bildstrecke mit und die kannst du dir dann mal in aller Ruhe ansehen und mir später sagen was du davon hälst“ meinte er. „Ja, super, wird mir bestimmt gefallen“!
Das Bild war eines der ersten die er mit Mann und Frau in der umgebauten Scheune gegenüber gemacht hatte als er dort mit der Einrichtung seines eigenen Fotostudios fertig war, sagte er zu ihr. „Früher war dort ein Saustall drin, heute ist da eher ein anderer Saustall untergebracht“, schmunzelte er zu ihr herüber. „Ist der Mann dort zwischen ihren Beinen ihr Lover gewesen“? fragte sie ihn. „Nein, ….. aber sie haben bei mir anschließend übernachtet, ….. kann sein das er es am nächsten Morgen gewesen ist“?
„Hat er sie wirklich ……“ ???
„Was denkst du“ ?
„Meinst du ob er sie wirklich geleckt hat während ich sie fotografierte“ gab er die Frage an sie zurück.
„Ja, ….. hat er“ ???
Er sagte das er es selbst nicht wisse, aber er versprach ihr das Pablo, das männliche Model, sehr, sehr nahe an ihrer Lustfurche gewesen sein muß, ….. sogut er es eben aus seiner damaligen Perspektive hinter der Kamera beurteilen konnte.
„Da gehört schon viel Mut und Selbstbewußtsein dazu, solche Posen hinzulegen“, meinte sie, nun allerdings doch mit einem leichten Erröten auf den Wangen.
„Ja, aber sie haben es sehr professionell gemacht und wir hatten viel Spaß bei dem Shooting gehabt“ lies er sie wissen. Wie weit der Spaß für die Protagonisten letztlich damals vor der Technik gegangen war würde ihr einmal später die versprochene Bilder-CD erzählen, wenn sie irgendwann und irgendwo sicherlich alleine und hinter verschlossener Tür vor einem Computermonitor sitzen würde. Er wußte das sie gerade das Buch „Fifty Shades of Grey“ gelesen hatte und er glaubte das die Bilder die er ihr anvertrauen würde sie mehr erregen würden als diese Zeilen und Zeilen und Zeilen. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, dachte er in sich und fragte sich wie es sein würde wenn sie sie alleine anschauen wird? Würde sie ihren Gedanken freien Lauf lassen, ….. würde sie ihren Händen und Fingern freies Geleit erteilen, ….. sich selbst zu berühren, sich selbst zu verwöhnen, sich selbst zwischen die Beine zu fahren? Würde sie es sich bei dem Betrachten selber machen oder eher nicht?
Oliver wurde abrupt aus dem kurzen Ausflug in seine eigenen Gedanken gerissen.
„Sicher. Jedenfalls gefallen mir die Bilder alle sehr gut“ kommentierte sie abschließend den kurzen Dialog und beschäftigte sich wieder mit ihrem Chocktailglas.
Schweigend rührte sie in dem noch halbvollen Glas mit dem Strohhalm zwischen den Eiswürfeln und kleinen Früchtestückchen herum. Er hatte sich seinen Drink längst einverleibt und stand auf um an die kleine, aber sehr gut sortierte Hausbar zu gehen. Er schüttete sich einen Whisky ein und fragte Laura : „Kennst du den noch“?
Er hielt ihr aus einiger Entfernung die fast noch volle Flasche entgegen. „Glenlivet / 18 Jahre alt / Schottischer Single Malt“, …… „Den hast du mir letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt“. Sie lächelte erheitert und antwortete : „Den gibt es noch“ ?!?
„Natürlich, solch einen edlen Tropfen schüttet man nicht so einfach sinnlos in sich hinein“, meinte Oliver, wohlwissend das ein Jahr eine lange Zeit sein kann und solch eine Flasche selten einen Monat überlebt, ohne Gäste daran teilhaben zu lassen. Er bot ihr höflich auch einen an, doch wie kaum anders zu erwarten stand lehnte sie dankend ab.
„Ja, ….. magst du dir das ganze Haus ansehen“, fragte er Laura ?
Das war der nächste Korb den er bekam, denn sie meinte : „Vielleicht später“, vorerst hätte sie noch etwas anderes zu erledigen. Oliver wurde nachdenklich. Was wollte sie noch erledigen, was wollte sie vielleicht hier noch erledigen ???
„Ich habe doch noch eine kleine Überraschung für dich dabei“, sprach sie mit noch etwas vollem Mund vom letzten Schluck aus ihrem Glas und sie konnte das kleine Missgeschick nicht mehr verhindern das ihr einige Tropfen aus dem Mund auf ihre Bluse entkamen. „Oh, Mist“ war ihr einziges kurzes, aber völlig harmloses Fluchen zu diesem Umstand. Hastig rubbelte sie an dem Stoff herum, machte aber dadurch die wenigen sich hellblau abzeichenden Flecken nur noch großflächiger und die kleine Verschmutzung nur auffälliger. Ob sie die Bluse nun ausziehen würde und ihn fragen würde ob er eine Waschmaschine einsatzbereit hätte ? Warm genug für etwas weniger Textil wäre es selbst um die aufziehende Abendstunde noch allemal gewesen. Er hatte Laura nur einmal im BH gesehen, auf Urlaubsfotos seiner Ex wo sie mit ihr in Griechenland im Urlaub gewesen war. Ein junges Ding von knapp über Zwanzig, nichts Besonderes an Oberweite, aber trotzdem wohlgeformt und ansehnlich, und in Gedanken wo er mal dieses Bild auf dem Monitor hatte, hatte er ihn ihr ausgezogen. Männer ziehen Frauen gerne mit ihren Blicken aus. Oliver zog Frauen gerne mit seinen Blicken aus und sie mit seiner Phantasie wieder an. Im Studio in der alten zweckverwandelten Scheune zogen seine Opfer in aller Regel mehr als nur einen BH aus. Heute trug sie einen Schwarzen, das wußte er ja schon, aber er wußte in diesem Augenblick auch das sie sicht nicht ihrer Oberbekleidung entledigen und schon gar nicht nach einer Waschmaschine fragen würde.

„Eine Überraschung“, fragte er und wollte absichtlich leicht verunsichert dabei klingen. „Ja“, war die Antwort aus zwei Buchstaben. „Aber ich habe doch erst in drei Tagen Geburtstag“ war sein Kontern.
„Nun, …. diese Überraschung kann ich dir schlecht einpacken oder vor anderen Leuten überreichen“ hielt sie lachend dagegen.
Nun wurde es spannend.
Es mußte natürlich irgendwas mit dem unbekannten Inhalt der schwarzen Tüte zu tun haben. Eine weitere Flasche Highland-Schnaps konnte es schlecht sein, dafür war sie viel zu leicht gewesen, wie er es beim Tragen hatte herausfinden können, ….. auch der sich formlos abzeichnende Inhalt gab an der Außenseite nicht den kleinsten Hinweis auf die Tütenfüllung darin. Laura hatte ihr Glas leer und griff zur besagten Tasche, während Oliver uninteressiert tat, aufstand und eine andere Musik-CD in der Abspieltechnik verschwinden ließ. Er hörte sie hinter seinem Rücken in der Tüte knistern und kramen, absichtlich ließ er sich mit dem Wechsel des Datenträgers mehr Zeit als dafür nötig gewesen wäre. Schließlich setzte er sich wieder auf seinen ursprünglichen Platz zurück und nippte an seinem kostbaren Getränk.
Sie hielt etwas aus dunkelrotem Stoff in der Hand, es sah aus wie eine Krawatte oder sowas Ähnliches, war aber auch als solche nicht zu indentifizieren.
„Ich brauche allerdings einen etwas längeren Moment um das Geschenk vorzubereiten“, sagte sie. „Wie“, fragte er und mußte sich diesmal nicht irgendwie verstellen. „Es dauert kurz bis die Überraschung fertig ist, und damit du nicht schummelst möchte ich dich bitten dir die Augen zu verbinden“, wozu sie ihm das Stoffstück herüberreichte. „Ich soll mir die ……“, begann er zu fragen, aber Laura zog das angebotene stoffliche Etwas auch schon wieder zurück und sprach : „Nein, ich traue dir nicht. Darf ich das machen“ ? Sie wartete seine Antwort nicht ab, stand auf und ging um die lange Couch herum. Da war es wieder, das Klacken ihrer hohen Absätze auf dem polierten Marmorboden. Es klang hier besonders erotisch, es war die vollkommene Ergänzung zur Klassik die seicht aus den schlanken Boxentürmen herüberklang.
Oliver schloß die Augen, meinte jedoch sagen zu müssen das er nun aber sehr gespannt sei. Sie sagte nichts dazu und stellte sich hinter ihm auf, die Stiefel hatten eine kurze Sendepause. Es war nur ein fast nicht zu spürender Luftzug vor seinen geschlossenen Augen der ihm sagte das sie die Binde schon davor platziert hatte, eine Sekunde später fühlte er auf seinen Augenlidern den sachten Druck eines sehr weichen und angenehmen Stoffes. Zugleich spürte er ihrem Atem an seinem Kragen und nahm ihr Parfüm wahr, eine schöne Duftnote die gut zu ihr paßte, mit dem leichten Aroma vom Schweiß des heißen Tages untermalt, aber nicht im Geringsten abstoßend wirkend. „Mußt keine Angst haben, alles ganz harmlos, ….. wie du sagen würdest“, sagte sie in einem Tonfall wie man seiner Sekretärin ein Diktat vorsprechen würde und er merkte wie der zuerst weiche Druck des Tuches auf seine Augäpfel sich deutlich erhöhte als sie an seinem Hinterkopf einen festen Knoten verschloß.
„Nicht so stramm“!, protestierte Oliver und sie gab ganz leicht nach, allerdings mit dem Einwand das er sich nicht so anstellen solle.
„Diese kleine Rotzgöre von 22 Jahren, was bildet die sich eigentlich ein, so mit einem Mann zu sprechen der mindestens ihr Vater hätte sein können“, dachte er in die Dunkelheit vor seinen Augen, ließ sie aber in ihrem Eifer gewähren. Er versuchte zu blinzeln, aber es war im wahrsten Sinne des Wortes aussichtslos, sie hatte ganze Arbeit geleistet, der Knoten hielt seiner Aufgabe stand und er konnte nicht das Geringste sehen.
„Dauert einen Moment“, gab sie ihm abermals zu bedenken und er hörte nur die leise Musik und ihre wieder in Bewegung geratenen Schritte. Er saß ganz still, die Handflächen arbeitslos auf seinen Knieen geparkt und Lust auf einen weiteren Schluck Sinle-Malt verspürend.
„Ich kann so nichts trinken“, beschwerte er sich in die Richtung wo er sie gerade vermutete. Wieder hörte er die ungnädigen Absätze sich ihm nähern und wortlos nahm sie seine rechte Hand und schloß diese um das gläserne Behältnis.
„Besser“, fragte sie leise ?
„Viiiiiel besser“, grinste er sie an, ohne sie sehen zu können. Nun war er wieder mit sich und seinen Gedanken alleine, die Stiefel gingen wieder einige Schritte um den Tisch davon, die Fragen in seinem Kopf wurden mehr und der Inhalt seines Glases weniger. Er war nun ein Kommissar in seinem eigenen Krimi, ein Fragender, ein Gefangener in seinem eigenen Hause, ein vermeintlich Wehrloser, ….. aber auch ein Genießer, ….. und das war er sehr, sehr gerne!

Er vernahm wieder die Tüte, Hände die darin tätig sind, irgend ein metallisches Geräusch, rasselnd, ….. vielleicht eine geladene Pistole die gleich an seine Schläfe gedrückt werden würde ? Sie konnte ein Miststück sein, eine Nervensäge, sie konnte einen totreden, aber wofür dann die fragliche Pistole, ….. vielleicht weil sie gerade mal gar nichts sagte ???
Bei der Musik begann ein neues Stück. Nicht zu dem Lied gehörte allerdings eine Art Reiben, ein enges Reiben, er hörte etwas Schwereres auf den Boden fallen, ….. wieder ein Reiben, das gleiche Auftreffgeräuch auf dem Boden. Sie holte hörbar einige Male Luft, dann kam wieder die Tragetasche an die Reihe. Die nächsten Geräusche konnte Oliver nicht wirklich zuordnen, aber sie klangen nach reger Tätigkeit von Laura. Das Folgende aber war leicht zu erraten gewesen, sie mußte etwas fester am Tisch angestoßen sein. Baute sie vielleicht ein Feuerwerk auf ? Hoffentlich hatte er es dann nicht versäumt pünktlich die letzte Rechnung für die Brandversicherung zu überweisen ? Nein, es war bestimmt die Titanic zum Aufblasen, das braucht was Zeit, man muß paar mal tief durchatmen, und Platz braucht die auch jede Menge. Es mußte die aufblasbare Titanic sein, was sonst ?!?
Er amüsierte sich über sich selbst in sich hinhein, aber nach wie vor intensiv damit beschäftigt sich einen Reim auf die Geräusche zu machen. Es dauerte nun schon bestimmt fünf Minuten, als plötzlich zum wiederholten Male dieses tonlich dunklere Reiben zu vernehmen war, aber diesmal anders als zuvor, da war es eher nachlassend und nun wirkte es zunehmend stumpfer, zulaufender, ….. enger ? Dann war es kurz ganz still. Still ? Selbst die Musik war aus ! Durch die Tür des Wintergartens die er wegen der Wärme im Raum bei ihrer Ankunft weit geöffnet hatte hörte er den mächtigen Baum rauschen und spürte einen sehr angenehmen Luftzug durch die Wohnung fahren. Die kurzen Schritte der Stiefel waren entfernt wieder deutlich hörbar, sie blieben stehen, tapsten wohl auf der Stelle, ….. dann wieder Stille.
Ein Klang wie von einer Verpackung, wie Plastik, ein …… Öffnen von Etwas, dann klang es mechanisch, das Ausfahren eines Laufwerksschachtes, ja, da war Oliver sich sicher, er kannte dieses Geräusch sehr gut.
„Alles in Ordnung“, fragte er in die Richtung wo er sie ja nur vermuten konnte, es mußte aber in Richtung der Beschallungsanlage sein.
„Alles bestens, nur einen Augenblick noch“, war das erste was sie nun sprachlich seit längerem an seine Ohren dringen ließ.
Hoffentlich, ….. hoffentlich wirft sie nicht die aufgebaute teure Fotokamera um die ganz in der Nähe auf einem Stativ stand. Er hatte am Vormittag reichlich Fototechnik gehandhabt für den nächsten Auftrag übermorgen und deshalb lag auch auf dem Tisch vor ihm reichlich von diesem Equipment herum. Er war leicht besorgt, aber auch gedanklich in anderen Regionen unterwegs, so merkte er erst jetzt das er das Glas noch immer in der Hand hielt, es war wohl noch nicht ganz leer, aber er stellte es nun lieber auf den Tisch zurück, den er auch unsehend schnell und sicher vor sich ertastete. Die Musik begann wieder zu leben, ….. Oliver erkannte das Stück sofort. Es war Nessun Dorma aus der Oper Turandot, und es war lauter als die Klassik zuvor, aber dennoch nicht übertrieben, obgleich man von Zeit zu Zeit dieses Kunstwerk auch mal großzügiger an Dezibel hören mußte. Er fragte sich wo sie die CD gefunden hatte, er hatte sie jedenfalls nicht offen irgendwo dort herumliegen lassen ? Hatte sie sie selbst mitgebracht in dieser schwarzen Tüte ?
„Noch 3 Minütchen“, meinte Laura, und er hörte die Stiefel wieder näherkommen, hörte etwas auf den Tisch gelegt werden, dann ein Geräusch auf der Couch, und dann verließ ihn seine Interpretationsgabe erneut.
Niemand sagte etwas, die Arie kam aber schon fast zu ihrem Ende. Gute 3 Minuten dauert sie, Laura hatte gelogen mit ihrer Zeitvorstellung, dachte er. Nach dem großen Finale der Arie war der Schluß nicht mehr weit entfernt und entgegen allem Erwarten begann sie sogleich aufs Neue. Er glaubte nicht das sie bei seiner hochwertigen Anlage so auf die Schnelle die Einstellung für die Wiederholfunktion gefunden haben würde und ging somit davon aus das Laura diese CD selbst mitgebracht hatte. Er hatte ja gerade im Moment nichts zu tun, also erinnerte er sich mal wieder, ….. daran, wie er vor längerer Zeit in ihrer Gegenwart einmal gesagt hatte, das Oper die einzig wahre Musik sei, die zu wirklich gutem Sex passe. Oper hat etwas ungemein erotisches an sich, etwas orgastisches, auch irgendwo dämonisches, so Olivers Meinung. Er würde nie verstehen können wie irgendein Typ auf der Welt zu Hipp-Hopp oder solch anderem Scheiß einen ordentlichen Ständer bekommen, geschweige denn dazu eine Frau gut vögeln könnte ? „Unmöglich“, sagte er sich ! Das Musikstück begann ein drittes Mal, ja, es war das von Pavarotti, unverkennbar, diese Stimmgewalt. Unterbrochen wurde sein Lauschen in die Musik hinein nur durch ein sich wiederholendes Rasseln, ein metallisches Rasseln auf dem Tisch, das auch sofort wieder zu Ende war. Es mußte etwas Hartes, Unnachgiebiges sein, etwas Weiches hat sowas wie ein Echo, dachte er.

„So, …… Fertig“, hörte er Lauras Stimme kurz sagen. „Das Geschenk ist angerichtet“!, mehr sagte sie nicht. Er konnte ihre Stimme diesmal nicht einschätzen, jedenfalls hörte sie sich auffordernd an. „Darf ich nun ans Tageslicht zurückkehren und die Augenbinde abnehmen“?, entfuhr es nach wenigen Sekunden Pause seinem Mund.
„Ja“, …. mehr kam nicht, ….. ein Wort, das keine Geschwister hatte.
Oliver begann sich selbst den ordentlich festen Knoten am Hinterkopf zu lösen und lies das Tuch langsam sinken, hielt die Augen aber noch fest verschlossen. Er konnte noch nicht wissen welches Land er nun betreten würde.
„Ich bin ganz aufgeregt“ sagte er noch unsehend vor sich hin, aber es kam keinerlei Antwort von Laura zu ihm zurück. Er legte das Tuch zu seiner Rechten nieder und blinzelte, oft und angestrengt, mußte er sich doch erst von seiner kurzen Gefangenschaft in der Dunkelheit erholen. Er sah zur Musikanlage herüber die geradeaus in seiner Blickrichtung stand und war erleichtert das die Kamera unweit davon auch noch unbeschadet und wohl unberührt dastand. Dann wendete er den Kopf mit offenen Augen langsam nach links in die Gegend wo sie zuvor auf der Couch gesessen hatte. Genau dort fand Olivers Blick sie auch wieder, sitzend und schweigend. Aber Laura war nicht mehr die Selbe wie noch vor geschätzten zehn Minuten.

Sie …… war ….. NACKT !!!!!

Sie war nackt und war es zugleich auch wieder nicht.

„Lauraaaaa“, ….. war das Einzige was er gedehnt zu ihr herüberklingen ließ.

„Und jetzt mach mit mir was immer du willst“ !!!!!, gab sie zurück und schloß diesen neun Worten nicht ein Einziges mehr an.

Oliver sagte nichts und die Arie trällerte zum dritten Mal das Finale.

Nein, sie war nicht nackt. Sicher war sie nackt, aber auch irgendwie angezogen. Sie saß gerade wie eine Kerze weit vorne auf der leicht eingebeulten Kante des Wohlfühlmöbels, nur den Rücken leicht durchgebogen, wodurch ihr Oberkörper gering weiter nach vorne ragte. Sie hatte ihre langen Haare die offengetragen wie Kastanien nach einem Oktoberregen glänzten zu einem Dudd zusammengerafft und nach hinten festgesteckt, eine Frisur die er eigentlich gar nicht mochte, dafür mochte er umso mehr was er nun sah, während sie eher nichts mehr sah. Sie hatte sich mit einer schwarzen Binde selbst die Augen verbunden und sich dem Gefängnis unterworfen aus dem sie ihn soeben gnädigst entlassen hatte. Ihr Mund war etwas roter als vorhin, aber nicht solch ein brennendes Rot, sondern Eines in einer sehr dezent gehaltenen Tönung. Sein Blick glitt an ihrem Hals weiter nach unten, langsam und konzentriert. Er wie auch jeder andere sehende Mann konnte wenn sie bekleidet war leicht erkennen das sie nicht Körbchengröße Doppelt-D hatte, denn solche Massen hätte sie kaum mit dem feuerroten Band bändigen können das sie sich als schöne Schleife über die Brüste verlaufend geschnürt hatte. Ihre Brüste waren schon etwas sichtbar eingequetscht hinter dem roten Band das sich einmal ganz um ihren Oberkörper schlang und vorne in der Bindung wieder zu sich selber fand, aber es sah sehr interessant und reizend aus, ….. die Schleife war ihr wohl gelungen und rann in langen Ende bis zu ihrem Becken hinunter. Sie hatte die Hände unschuldig, …. nein, nur brav rechts und links neben ihrem Gesäß flach auf die Oberfläche der Couch aufgelegt, zu völliger Untätigkeit verdammt aus eigenem Willen. Seine Augen setzten ihre Reise abwärts fort, und wenn er sie angezogen hatte nennen wollen, dann weil über ihr Lustzentrum am oberen Ende der Beine ein weiteres rotes Tuch quer darüber verlief, etwas breiter, aber auch nur gerade so gehalten das es alles verdeckte und man trotzdem möglichst viel sah. Man konnte auch nicht unter dieses sündhafte Band blicken, denn sie hatte es eng und fest zwischen den Beinen tief eingeklemmt, wie ein Wegweiser in ein gewagtes Abenteuer, während ihre Pobacken auf den nicht sichtbaren Enden zu beiden Seiten saßen und es fixierten. Die Fahrt des Schauens ging weiter, über ihre Oberschenkel in Richtung Kniee, wo ein denkbar größter Farbwechsel stattfand. Sie hatte ihre Stiefel angelassen, diese schier ewig hohen Stiefel, deren Bund fest und eng durch die oberste Schnalle um ihre Kniescheiben gezwungen war. Sie hielt die Beine eng zusammen, so eng, das kein einziger Atemzug hindurchgepaßt hätte. Man hätte sagen können sie sei angezogen gewesen, auch wenn nicht, aber wie Eisenspäne der Gewalt eines Magneten folgten war sein Schauen angezogen von ihrer absolut reglosen Gestalt. Sie atmete sehr ruhig, nur ein leichtes Heben und Senken bewegte ihre Brust, und mit jedem Einatmen wurden ihre bestenfalls durchschnittlich großen Brüste noch etwas stärker hinter dem roten Band das sie nur wenig mehr als über die Nippel verbarg eingezwängt, um beim Rückzug wieder an Rundung zu gewinnen.

Sie schien im schwächer werdenden Licht das durch den Wintergarten eindrang fast zu Leuchten, so hell, um nicht schon blaß zu sagen, war ihre makellose Haut, die sie von Kopf bis zu den Kieen darstellte, eben dort wo ihre langen schlanken Beine in die Stiefelschäfte mündeten und die wenigen Stellen die durch einen Minimalismus aus Textil versteckt gehalten wurden, ….. noch !!!

Ein Mädchen von 22 Jahren, bleich wie Schneewittchen, sich selbst als verfrühtes Geburtstagsgeschenk ihm präsentierend, nein, eher anbietend, vielleicht sogar anbettelnd an seine heimliche Lust gerichtet.

„Ich verstehe“, waren die zweiten und dritten Worte die Oliver seit seiner Rückkehr unter die Sehenden in den Raum entließ.
„Du willst also wirklich nicht das ich dir meine Briefmarkensammlung zeige“ sagte er in einem strengen und ernsten Tonfall. Laura holte hörbar tief Luft, blieb aber so schweigsam wie sie es sich auferlegt hatte. Sie zitterte nicht, ihre Wangen blieben ohne sichtbare Verfärbung, und bestimmt hatte sie sich unter Kontrolle. Nein, das war keine spontane Inszenierung, hier saß ein lage gehegter und akribischer Plan mindestens halbnackt vor ihm, …… wortlos. Sie strich sich nur kurz mit der Spitze der Zunge über die Lippen und zog sie umgehend wieder zurück, sie glänzten nun wie nach dem Schlürfen von Austern.

„Ich werde dir zumindest vorerst keine Komplimente machen“, sagte Oliver, nahm sein Whiskyglas vom Tisch, den letzten Schluck daraus, und stand langsam auf, was sie höchstens ahnen konnte. Er ging zurück an die Bar und schüttete sich erneut einen Drink aus Schottland ein. Sie regte sich nicht, bis auf die winzigen Lebenserhaltungszeichen ihres Atmens. Rollentausch, dachte Oliver, …. also gut.
Eine gute Freundin von ihm war Stewardess, und jedesmal wenn sie aus Kuba zurückkam brachte sie ihm echte, gute und abartig teure Havannas mit. Zum Einkaufspreis vor Ort, der Rest war Betriebsgeheimnis. Er langte mit seiner freien Hand in den Humidor und wählte eine von diesen Rauchjuwelen aus. Natürlich brauchte er zum Anschneiden und Anzünden beide Hände, so zog der neue Drink für eine kleine Weile dabei den Kürzeren. Das Anstreichen eines langen Zündholzes womit er die Zigarre anzündete mußte sie gehört haben, bestimmt hatte sie es auch erkannt, noch bevor das erste Aroma der glühenden Tabakblätter von der Karibikinsel sie erreichen konnte. Er ließ das Glas zurück und ging wenige Schritte näher zu Laura, die mittlerweile doch eine sich zart abzeichnende Rötung auf den Wangen nicht mehr länger vor ihm verbergen konnte. Sie hatte sich dekoriert und hatte sich ausgeliefert, sie hatte sich in die Unsehendheit zurückgezogen und einen Mantel aus Erwarten um ihre weichen Schultern gelegt. Sie konnte, obwohl seine Schritte auf seinen flachen Schuhen deutlich leiser waren als die Ihren, mit Sicherheit rausfinden das er sich ihr langsam von vorne näherte. Bestimmt genau das was sie erwartet hatte. So war es auch, und je näher er ihr kam umso tiefer sank sein Blick in das rotbetuchte Delta der Venus, wo sie bestimmt längst angefeuchtet war und sich wie auf das Öffnen einer Muschel vorbereitete.

Doch Oliver wollte sie warten lassen, sie schon jetzt quälen, mit Zeit und Dauer, unsichtbaren und vielleicht den schlimmsten aller Instrumente der Folter, der süßen Folter des Begehrens.

Laura war nicht die Art Frau die von ihm geliebt werden wollte. Nein, das war sie ganz sicher nicht ! Frau, ….. was für ein übertriebener Begriff für diese kleine verhätschelte und vertätschelte Göre, die es sich wagte in diesem Augenblick die Chartliste seiner sexuellen Wünsche anzuführen zu wollen. Was hatte sie denn wirklich an sich, das ihn hinreisen könnte ? Sie war gewiss nicht eine herausragende Schönheit, eher der Durchschnitt von nebenan, wo man spät abends noch mal klingelt weil einem der Zucker oder das Salz ausgegangen ist, wo man sich bedankt und umdreht und einfach wieder geht. Gemessen an seinen Fotomodellen war sie eher zweite oder dritte Wahl, und doch war sie hier und jetzt das Geschenk Laura, das erst vor wenigen Zügen an seiner Havanna gesagt hatte das er nun nach Belieben über sie verfügen möge. Sie war im Moment auf eine ganz andere Weise „schön“, …… schön ausgeliefert, schön erwartend, schön ungeduldig und schön nackt. Er einigte sich mit sich selbst endlich darauf sie als nackt anzusehen, Ende der Diskussion in seinem Kopf !
Sie wollte trotz ihres blutjungen Alters nun eben nur Frau sein, sicher war sie es längst schon durch eines anderen Mannes Lust geworden, aber hier wollte sie die Frau sein die begehrt wird, die überrascht wird – auch, wenn ihr Geburtstag noch in weiter Ferne lag, und ganz sicher war sie die Frau die benutzt werden wollte, wie eine schneeweiße Leinwand die sich danach sehnt ihre Unschuld der Leere und Unerfülltheit zu verlieren.
Oliver blieb wortledig vor ihr stehen.
Er blies mit voller Absicht einen Mund voller Qualm mitten in ihr Gesicht. Sie zog wie angeekelt die Nase zusammen und den Kopf ein gutes Stück zurück. Sie war Nichtraucherin, aber wenigstens wußte sie nun wo sich Castros Heimat gerade aufhielt. Ihr Kopf wiegte aber schnell wieder in die alte Position zurück. Er griff nach einem Ende der von ihren spärlich verborgenen Brüsten herabhängenden Enden der roten Schleife und schlang sie bedacht um seinen Zeigefinger, nur ganz leicht, ließ sie durchgleiten bis zum Ende und sie fiel wieder über ihre wundervolle Taille zurück auf den dunkeln Lederbezug der sie trug. Mehr nicht. Ihm entging dabei nicht ein ganz, ganz leichtes Zittern ihres Körpers, ….. hatte sie Angst, selbstgewählte und gewollte, herausgeforderte Angst ?
Schämte sie sich etwa plötzlich ?
Nein, bestimmt war sie nicht der Typ Femina der jetzt einen Entschluß bereute, das mochte wenn nötig später kommen, viel viel später.

Er trat nur einen einzigen Schritt von ihr zurück. Ein dicker Klumpen Asche fiel von seinem Rauchwerk auf den blitzblanken Boden, den er zertrat bevor er schnell seine Schuhe eben dort auszog. Laura sollte selbst seine Schritte nur noch vage erahnen können. Unwissenheit schafft Spannung, so wie die noch immerwährende Schwüle draußen in der kommenden Nacht Hoffnung auf ein Sommergewitter machen konnte.
Aus der kleinen Distanz direkt vor ihr konnte er ihren ganzen Körper hervorragend studieren, ihn einstufen in die Hierarchie seines Schönheitsempfindens, ihn berühren mit seinen dunkelbraunen Augen. Er hatte sie selbst nocht nicht berührt, nur kurz an dem roten Band gespielt, er hätte ihr nun sagen können : „Zieh dich wieder an und geh nach Hause und von diesem Auftritt hier wird nie ein Mensch erfahren“. Doch er schwieg und ging weiter zurück, seinen Blick aber nicht einen Pulsschlag lang von ihr abwendend. Er wollte jetzt in seinen Gedanken ein Philosoph aus der Antike sein, der vor seinen dümmlichen Zuhörern auf und ab geht und mit großen Fragen um sich wirft. „Wer bist du“, fragte er sie herrisch ?
„Laura“, war ihre unterdrückt und schüchtern klingende Antwort.
„Falsch“, fuhr er sie an.
„Du bist das GESCHENK LAURA“!!!
Sie sei das verfrühte Geschenk Laura das sich geschenkt wissen wollte, ließ er seine einzige Studentin die anwesend war wissen. „Du bist ein Objekt meines Willens dem ich seine Geheimisse entreisen werde wie ein Chriurg einem Leichnam sein kaltes Herz, und wenn du nicht bereit bist für meine Studien kannst du jetzt noch gehen“, und so beendete er seinen kurzen wissenschaftlichen Exkurs. Er war nun hinter der Couch angekommen und stand an der Rückenlehne anstoßend genau hinter ihr. Was mag nun in dem Kopf unter diesem Dudd vor ihm vor sich gehen, war seine nächste Frage an sich selbst ?
Er zog sehr langsam eines der hellen Holzstäbchen aus dem Haarballen welches das Knäul zusammenhielt, dann entfernte er das zweite aus dem Dunkelrot der Kastanien. Lautlos fiel dieser Style auseinander und ihr wunderschönes Haar ergoss sich über ihre sehr helle Haut die sonst ja fast nichts an sich trug. Er zog sie nicht weiter aus, nein, er zog sie wieder an. Es war ihm eine unsagbare Lust zuzusehen wie sich die weichen Strähnen in ihrer Gänze über ihre Schultern abrollten, die Frisur war nun fast wieder die Gleiche wie eingangs in der Stadt, nur die Augenbinde brachte noch etwas Unförmigkeit in das Gesamtbild ihrer lichtumrissenen Gestalt. Ihr Kopf war so unbewegt wie der von Miss Liberty in New York und sie ließ ihn walten und wirken.
Offenes Haar, …..die Offenbarung einer Frau gegenüber einem Mann, eine Einwilligung in seine Absichten. Keuschheit trug einen Dudd oder Ähnliches, Begierde war ein Wind in ungezählten freien Fäden. Oliver nahm sich eine satte Strähne zwischen die Zinger und rieb sie unangespannt dazwischen hin und her, zwirbelte sie um den Zeigefinger, ließ sie durchfließen und ergriff eine Neue. Er kam sich vor wie ein kritischer Tuchhändler aus einem Drama von Shakespeare, einer der die Ware gut prüft und ihren Wert bemißt, dann ließ er wieder von ihrem seidenglatten Haar ab. „Das rote Braun einer rossigen Stute“ gab er ihr zu verstehen, wozu er wieder den kleinen Weg bis vor sie zurück ging.
Er erstickte die kaum gerauchte Zigarre im Aschenbecher zwischen Kameragehäusen, Objektiven und Blitzgeräten auf dem nahen Tisch. Er hatte nicht mitgezählt wie oft Pavarotti schon von vorne angefangen hatte, aber er sah auf der Anzeige das die Spielzeit sich dem Ende zuneigte. Laura saß unverändert auf der weichen Couchkante, welche teilnahmslos die Weichheit ihres zauberhaften Arsches aufgedrängt bekam. Oliver stand an der Musikanlage und schaltete sie auf Endloswiedergabe, wobei er fast selbst an die nahestehende Digitalkamera angestoßen wäre. „Okay“ dachte er sich, noch kann sie nicht sehen was ich mache, und das soll mir zum Vorteil gereichen. Schnell trat er hinter die allzeit bereitstehende Technik und kippte den Hauptschalter auf „ON“. Der Monitor auf der Rückseite zeigte den alten Ausschnitt des Raumes, fast wäre Laura mit im Bild gewesen. Er stellte mit völlig ruhiger Hand einige Werte ein, veränderte den Bildausschnitt und paßte noch einige Kleinigkeiten der Belichtung an, bevor er sie so ausrichtete das die stumme Zuschauerin Laura genau im Bildzentrum hatte. Ein fast unhörbares „Klick“ auf den Schalter „REC“ kommandierte die Videofunktion dazu ihren Job zu beginnen. Er stellte die Kontrolldiode an der Vorderseite auf „OFF“ und niemand konnte so aus Lauras Perspektive sehen das die Kamera im Aufzeichnungmodus unterwegs war.

Er mußte handeln, er durfte sie nicht so lange sich selbst überlassen dort sitzen lassen, also ging er rasch barfuß auf nackten Füßen wieder zu der Stelle wo er unmittelbar vor ihr zum Stehen kam. Was für eine Definition, ….. „Wo er zum STEHEN kam“, schmuzelte er über sich selbst. Natürlich hatte er selbst längst gemerkt das in seiner Hose gewisse lasterunterstützende Blutmengen in seinen besten Freund am eigenen Leibe unterwegs waren und so zog er kurzentschlossen seine Jeans aus und warf sie weit weg auf den Boden. So war die schon deutlich hervorstehende Beule in seinen Shorts wesentlich leichter zu ertragen. Laura waren ihre langen Haare vorne über die noch gefangen gehaltenen Brüste gefallen und auch der Anblick der akurat angelegten Schleife hatte darunter gelitten. Er schob sie mit beiden Händen wie einen geheimnisvollen Vorhang zur Seite und dieser Anblick gefiehl ihm schon wieder merklich besser. Ganz sachte legte er ihr den Mittelfinger unter das Kinn und hob ihr noch unsehendes Gesicht ganz leicht zu sich hinauf, eine Aktion die nicht die allerkleinste Gegewehr verspühren ließ. Mit dem Zeigefinger strich er über die Lippen ihres Mundes die noch immer oder schon wieder feucht glänzten wie Tau samtenen rosefarbenen Rosenblättern. Sein Finger schob sich langsam dazwischen und bahnte sich seinen unversperrten Weg in ihren Mund. Er war ganz darin verschwunden und er strich ihr fast ohne jeden Druck über die Zunge, vor und zurück, vor und zurück. Er wich ganz aus ihrem manchmal endlose tratschenden Mund heraus und begann die gleiche Reise erneut, bis sich ein zweiter und dritter Finger dieser kleinen Armee anschloß.
Laura ließ ihn wiederstandslos gewähren.
Als zuletzt wieder nur sein Zeigefinger in den Genuß dieser feuchten, dunklen Ummantelung kam saugte sie ganz leicht an diesen wenigen Zentimetern, ein wortloser Wink von einem Hunger nach mehr. Er beließ es dabei und seine nassglänzenden Finger an seinen Händen waren nun Weggefährten der zweiten Hand die im Duett ihren schlanken Hals hinabglitten, sich über ihre Schultern verirrten und wieder in Gemeinschaft über ihr Dekollte strichen, über den Schlag ihres Herzens, über die Rundungen ihrer bislang ungesehenen Brüste. Ihr Schweigen forderte ihn zu neuen Worten heraus, während seine Hände synchron wie in einer olympischen Disziplin um die völlig symetrischen Bälle ihrer plattgedrückten Glocken kurvten. „Du weißt das dies hier deine letzte Chance ist dich doch noch für die Briefmarkensammlung zu entscheiden“ sagte er und mußte sich arg zwingen ein Lachen zu unterdrücken.
„Ich weiß das du garantiert überhaupt keine Sammlung von verdammten scheiß Briefmarken hast“ flüsterte sie ihm zu.
„Briefmarken sind doch was Feines, die schickt man auf ferne Reisen“, war ein Erwiedern. „Willst du auf eine Reise geschickt werden“? „Briefmarken leckt man“! „Willst du geleckt werden wie vielleicht Martina auf der Fotografie von Pablo geleckt worden ist“?, schloß Oliver eine Frage an.
„Mach mit mir was immer du willst“!, wiederholte sie die schon einmal ausgeatmeten Worte, die Bitte, Wunsch und Sehnen in Einem waren.
Er spürte so langsam das nun auch schon seine Shorts seinem besten Stück enger und enger wurden und fischte einen noch relativ großen Eiswürfel aus ihrem leeren Chocktailglas, fühle für Sekunden dessen Kälte zwischen Zeigefinger und Daumen und gab diese an Laura weiter, indem er das Stück verfestigten Wassers zwischen den Spalt ihrer Titten und hinter das zwingende rote Band samt ungeöffneter Schleife steckte. Kurz schrak ihr Oberkörper zurück, doch sie fing sich sehr schnell wieder und schob ihre Weiblichkeit wieder näher in seinen gekannten Herrschaftsbereich. Die Musikanlage hatte erst einige tausend Bytes in Töne umgesetzt als er deutlich sehen konnte wie sich der Bereich des roten Bandes dort in seiner Farbe verdunkelte wo er den Eiswürfel versteckt hatte und ein kaum wahrnehmbares kleines Rinnsaal aus wenigen Wassertropfen machte der Schwerkraft folgend seinen Weg hinab zwischen ihre Schenkel, in die Mündung ihrer Sehnsüchte, wo das andere Band ungelockert eingeklemmt gehalten wurde. Ob je der ein klebriger Strang aus dem Orgasmussaft eines Mannes den gleichen Weg hat nehmen dürfen, …. er wußte es nicht. Der Würfel mußte sehr rasch in dem Toaster zwischen ihren Brüsten verglüht sein, was nicht anders zu erwarten stand. Was erwartete Laura ???

Oliver zog sein etwas verschwitztes T-Shirt aus und ließ es achtlos auf den Boden fallen. Er überlegte sich seine Regie, aber längst war alle Fortsetzung in einen Automatismus übergegangen der sich selbst überlassen war. Seine Hand war noch ein wenig kalt als er sie sich unter seine Shorts schob und sie den Schaft seines Lustsklaven umfaßte, sie ihn sehr fest umfaßte. Er war mächtig gewachsen und stand hart wie ein Baseballschläger in fast voller Größe von ihm ab. Ein kleiner Schub über den sehnigen Fleischesast und er merkte wie seine Eichel mit der empfindlichen Spitze an dem Innenstoff seiner Unterwäsche rieb, was nicht eben das Angenehmste auf Erden war, und so entledigte er sich auch seines letzten Kleidungsstückes. Er stand nun nackter als sie es war vor ihr, erregt und mit zur altbekannten Größe aufgerichtetem Schwanz. Er faßte ihn noch enger in seiner Faust und begann ihn langsam zu wichsen, was ihr verborgen blieb. Fest und hart rieb er bei jeder neuen Bewegung mit dem Daumen über die geschwollene Wulst seines Phallus, wieder und wieder. Die Adern und Sehnen um seinen Prügel traten immer noch etwas voller und deutlicher hervor und seine Hände begannen zu schwitzen.
Er ging einen halben Schritt mit seinem gehärtetem Schwanz auf ihr Gesicht zu, die bläulichlila glänzende Eichel reichte ihr leicht bis über die Höhe der Stirn. Ahnte sie womöglich wie nahe seine Zauberflöte schon vor ihr mit ihrer Größe buhlte ? Er faßte ihn viel weiter hinten und drückte den Schaft weit nach unten, so das seine Spitze nun etwas tiefer als ihr Kinn war und schritt noch einige letzte Zentimeter näher auf ihr Gesicht zu. Es fiel Oliver fast schon schwer in so weit hinabzuzwingen und mit einem Mal ließ er ihn aus der Sicherung seiner Hand entweichen. Er sprang auf und stieß Laura fest von unten aufschnellend gegen ihre Nase. Sie zuckte erneut zusammen.
„Ruhig, ….. ganz ruhig“, redete er mit gesenkter Stimme auf sie ein. Er wichste ihn wieder eingige Male und wippte ihn ihr nun öfters von oben auf die Nase, was sie weniger erschrak als der erste Angriff aus der Tiefe.
Sie öffnete den Mund, ….. zögerlich, dann weiter und weiter und schob die Zunge leicht über die Unterlippe heraus. Sie wollte ihn schmecken, jetzt schon! Auffordernd streckte sie die Zunge soweit hervor wie es ihr nur möglich war. Er konnte Laura seinen harten Schwanz noch längst nicht anvertrauen denn er wußte um seine entfachte Geilheit und die Gefahr das es sehr schnell mit einem einfachen Blowjob erledigt sein könnte. Nein, sie mußte sich es verdienen, alles auf der Welt hat seinen Preis, tropfte es durch seine Gedanken.
Aus dem sumpfigen Rest auf dem Boden ihres Glases förderten seine Finger ein letztes auffindbares Eisbröckchen hervor und er legte es auf ihre Zungenspitze. Ein Aufflackern von Denkfalten huschte kurzzeitig über ihre mädchenhafte Stirn. Sein Zeigefinger preßte das winzige Stückchen auf ihre Zuge und schob es darauf vor und wieder tiefer nach hinten, wozu ihre schneeweißen Schneidzähne jede seiner Bewegungen streng bewachten, den Eindringling in ihr kleines Reich aber willkommend gewähren ließen. Schnell war das glatte Objekt zwischen seinem Finger und ihrer Zunge um seine bescheidene Existenz gebracht und sein Finger, der fein wie der eines Pianisten war, flanierte nun direkt über die Oberfläche ihrer Stimmgabel. Er hörte auf, aber sie ließ den Mund für ihn und all seine Körperausleger weit geöffnet. Oliver blickte tief in die Abgründe ihres Willens und hätte größte Lust gehabt jetzt und sofort Millionen und Abermillionen potentieller Nachkommen aus seiner Eichel zu verabschieden um sie in der Dunkelheit ihres Rachens verschwinden zu sehen.

Laura war in diesem Augenblick zweifelsohne für alles bereit gewesen !

Hinter ihrer schwarzen Augenbinde konnte er andeutungsweise die Konturen ihrer Augäpfel ahnen, sie trug heute ihre Kontaktlinsen statt der Brille die sie meist nicht anzog wenn sie sich mal trafen, was bei weitem nicht alle Tage der Fall war. Ihr Anblick erinnerte ihn irgendwie an Justizia, die Richterin in Blindheit. „Justizia, Justizia“, …. war das hier Gerechtigkeit, sprach eine unbekannte Stimme in seinem Kopf und er strich ihr sanft etwas Haar aus dem Gesicht als er seine Hände zum Rückzug von diesem befehligte. Sie konnte Trompete spielen, gut sogar, sie mußte also sehr talentiert im Blasen sein, witzelte er mit dem Dialog in seinem Kopf herum. Aber nein, sie mußte warten, entschied er umgehend. Er glitt erneut über ihre weichen Brüste und begann an der Schleife sein Talent im Auspacken auf die Probe zu stellen. Überrascht bemerkte er wie fest Laura sie doch zusammengebunden hatte und es machte ihm Mühe einen Anfang des Lösens in das rote Tuch zu weben und kniete sich langsam dazu vor ihr nieder. Der Stoff war steifer als er vermutet hatte, aber kein Vergleich zu der Steifheit seiner Männlichkeit die ungekostet nun fern ihres Mundes ein Loch in den Äther stieß. Der Knoten begann nach und nach an Macht zu verlieren und mit großer Sorgfalt legte er die kunstvolle Schlinge auseinander, langsam und ohne jedes Wort. Selbst aus der Entfernung konnte er jetzt den heißen und stoßenden Atem von ihr an seinem Gesicht wahrnehmen, sie wirkte zunehmend angespannter und angespannter, einer Befreiung entgegenfiebernd. Gleichmäßig zog er nun an dem immer länger werdenden Band den längst gebrochenen Widerstand der Dekoration bis zum Ende auf, ließ sie von ihren Brüsten abfallen und seinen offenen Händen entweichen.

Sie waren schön, ….. nein, ….. sie waren wunderschön !!!

Oliver war ein Ästhet, ein Schöngeist, und er liebte Natürlichkeit, so, wie sie verteilt worden ist. Auf der Festplatte seiner Erinnerungen leuchtete kurz eine Episode auf die sie ihm einst in seinem früheren Kleinwagen auf einer Fahrt in die Nacht gebeichtet hatte. Vor Marco, ihrem jetzigen Freund, hatte sie eine kurzzeitige Affäre mit einem anderen Typen, wohl eine noch größere Niete als Marco es in seinen Augen war, und dieser Idiot hatte ihr doch dazu geraten der Natur ihrer Oberweite mit Implantaten etwas nachzuhelfen. Vögel wie diese standen auf dicke Titten und dicke Autos, …. sie hatten aber beides nicht. Sie erzählte von der guten Entscheidung es nicht zu machen, ihr Konto zu schonen und nach wenigen Tagen war die Geschichte ihrerseits beendet worden und verschwand in dem Regal der schlechten Erinnerungen. Sie war auffallend freizügig und offen in ihren Erzählungen, ja man konnte so manches gewiss schon schamlos nennen was sie von sich gab, es war eine der Eigenschaften die ihn an ihr begeisterten. Oliver war versucht ihr damals im Wagen den er lenkte zu sagen das ihre Brüste bestimmt sehr schön und für sie genau richtig in Größe und Form waren, vielleicht hätte er es wirklich so sagen sollen. Aber es blieb unausgesprochen. Hätte er ihr, die sie nun wirklich im besten Fall nur Freunde waren, je einfach mal so in einer Alltagssituation gesagt das sein Schwanz vielleicht etwas zu groß geraten sei ? Wie hätte sie regaiert ? Sie, die den ersten kurzen Kontakt mit seinem Liebesstachel erst vor wenigen Augenblicken flüchtig gemacht hatte.

Er bewunderte die nun freigelegten Brüste die ihre natürliche Form schon wieder zurückgewonnen hatten, nur ein dünner roter Streifen dort wo das Band sie versiegelt hielt zeichnete sich noch quer auf Nippelhöhe ab, verschwand aber wie ein Eiswürfel in der Sonne im Juli. Er ermahnte sich insgeheim selbst daran das er ja keine Komplimente aussprechen wollte, aber er murmelte wortlos tausende auf ihre nackten Hörner, wo in der Mitte zwischen den Hügeln noch ein wenig nass ihre weiße Haut glänzte.
Laura drückte ein Hohlkreuz deutlich stärker durch um ihm die geschenkten Früchte noch mehr anzupreisen, sie traten nun noch schöner hervor und wirkten geringfügig größer auf ihn, …. wer braucht schon Silikon !?! Seine Hände legten sich warm und seicht um das blanke Fleisch ihrer entkleideten Hüfte, wo er seinen Griff leicht schloß und dann öffnete, nochmal und nochmal, bevor er sie von dort unten aus an ihren Seiten langsam aufwärts steigen ließ. Oliver lies die weit aufgespreitzte Gabelung jeweils zwischen Daumen und dem zweiten Finger gleichzeitig die weiche Wölbung unter ihren festen Brüsten erreichen, hob sie zuerst wenig an und schob seine Hände dann unter zunehmend festerem Andruck weit hoch über die warmen Toscanahügel, über die hart vorstehenden Warzen und darüber hinauf fast bis zu ihrem Hals. Im Licht das auf ihre ihm zugewendete Vorderseite fiel konnte er auf ihren Armen eine beginnende Gänsehaut beobachten, die den Flaum winziger Häärchen steil aufstellte. Es war im Hause noch viel zu warm als das dieser Ausdruck ein Verspüren von Kühle hätte sein können, ein leichtes Stöhnen das ihr entwich bekräftigte ihn in einer anderen Vermutung. Seine sehr gepflegten Hände wichen wieder auf ihrer samtweichen Haut abwärts zu ihren Titten zurück. Ihre spitz abstehenden Nippel waren hart geworden und er rollte sie zwischen seinen meistbeschäftigten Fingern hin und her, sie zunehmend fester quetschend. Er erntete die Saat des Abwartens, während Marco bestimmt irgendwo Überstunden in der Werkstatt mache. Er schraubte Holzteile zusammen, Oliver schraubte an den Brustwarzen seiner treuen Freundin, …… „Justizia“!!!
Hörbar genoss sie die kleine Quälerei seiner Fingerkunst und legte den Kopf tief nach hinten in den Nacken, die Halssehnen wie Ketten gespannt. Diese Möpse sahen nicht nur sehr gut aus, sie fühlten sich auch noch besser an, gute Füllungen für vermeintliche Pianistenhände, die verdiente Gage für ein großartiges Konzert. Er quetschte ihre hellrosafarbenen Nippel noch fester, bis er kleine, fast nicht bemerkbare Zeichen von Schmerz auf ihrer Mimik sehen konnte, wozu sich ihre Augenbrauen in der Mitte zusammenzogen und die vorblitzenden Schneidezähne ihr selbst auf die Unterlippe bissen. Er mochte diese fraulichen Gipfel besonders wenn der Hof um die große Warze gespickt war mit diesen kleineren, unregelmäßig verteilten pickelartigen Spitzen, diesen winzigen Noppen wie auf der Außenhülle von frischen Cornichons. Laura erfüllte in dieser Hinsicht all seine Schönheitskriterien mit Note 10.
Er knetete sie beide im Wechsel mal fester und leichter, zog die Nippel fest von ihr weg und ließ sie als sie unhaltbar wurden zurückfedern. Oliver schob Laura drei mittlere Finger der linken Hand in den Mund und preßte sie fest und ungnädig auf ihre Zunge. Sie schluckte schwer, ließ es aber zu, aber es blieb ihm nicht erspart den Biss ihrer Zähne scharf auf seinen Fingerrücken zu spüren. Schmerz gegen Schmerz, ein fairer Tausch sagte er sich.

Das Abendflöten einer altbekannten Amsel drang an sein Ohr, Nessun Dorma war immer noch Pavarottis alleinige Aufgabe.

Er wollte sie küssen.

Nein, solch junge Dinger küssen Männer seines Alters nicht aus Liebe sondern aus blanker Lust. Lieben tat er Laura gewiss nicht, zumindest nicht mehr als er etwa seine Freunde liebt oder seinen Porsche mit dem femininen Heck. Sein Mund wölbte sich um eine ihrer Brustwarzen und schloß die vielleicht noch nach Single Malt oder Kuba schmeckenden Lippen fest darum. Er saugte fest an ihr, er schuf ein Vakuum in seinem Mund das seinen ganzen Verstand hätte aufsaugen können, vielleicht hatte aber sie ihn längst um diesen gebracht ?
Seine Zungenspitze kreiste um ihre fast kirschgroße Warze, weich und nass im Dunkel der Sprachlosigkeit. Er biss sie leicht und ließ den Knubbel zwischen seinen Zähnen wieder entkommen, beim nächsten Mal war sein Biss vorsichtig fester. Laura stöhnte was er zwar nicht hörte, aber der enorm gestiegene Druck ihrers Bisses auf sein Fingertrio in ihrem Mund war unmissverständlich in der Botschaft. Er leckte mit seiner Zunge über ihre beiden Glocken und knabberte im Wechsel an den erigierten Nippeln. Sie schmeckte ihm ! Zwar nicht nach Geburtstagstorte, eher nach einem leicht salzigen Aroma von ausgeschwitztem Salz, aber er hätte auch keine Sahne dazu erwartet. Sie schmeckte nach einer einzige Rezeptur aus Wollen, bedingsungslosem Wollen, …… und er hatte Hunger !
Er ließ von ihr ab und masierte seinen knüppelharten Schwanz erneut der sich irgendwo da unten im Zwielicht langweilte aber trotzdem auf „Stand-by“ war.

„Scheiße“ !!!!!

Hatte er die mitfilmende Kamera überhaupt so eingestellt das sie nicht irgendwann, weil man nichts an ihr veränderte, automatisch in den „Stand-by-Modus“ wechselte ???

Er mußte sofort etwas an Zeit gewinnen um nachsehen zu können.
„Rühr ….. dich ….. nicht ….. vom ….. Fleck“!, befahl er Laura eindringlich, und ihr Schweigen war Zustimmung genug. Schnell ging er zur Kamera und kontrollierte mit zittrigen Händen die wichtigsten Parameter. Alles okay, sie lief und stand auf „REC“ wie sie es sollte. Die Akkus hatte er wie fast immer randvoll und die Speicherkarte hätte noch zum Mitschneiden von einem 3-stündigen Historienfilm gereicht. Die Gelegenheit ausnutzend machte er schnell noch einige Wandfluter in der Nähe an, denn es wurde schon leicht dunkler durch die vorangeschrittene Uhrzeit und nicht nur er wollte sehen was ihm zum


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